Abitur-Entlassfeier am Rhein-Gymnasium
19. April 2026
Mit einer würdevollen Zeremonie hat das Rhein-Gymnasium
Ende März seine Abiturientia verabschiedet. 44 Absolventinnen
und Absolventen erhielten die allgemeine Hochschulreife und
zwei den schulischen Teil der Fachhochschulreife. In der festlich
geschmückten Sporthalle kamen Familien, Lehrkräfte und
zahlreiche Gäste zusammen, um den Abschlussjahrgang 2026
zu feiern.
Für den feierlichen Auftakt sorgte das Schulorchester unter der
Leitung von Herrn Dietl und Herrn Lihs, das mit mehreren
Stücken den Abend musikalisch untermalte. Die Darbietungen
setzten nicht nur stimmungsvolle Akzente, sondern verliehen der
Veranstaltung auch einen würdigen Charakter.
In seiner Rede ging der Schulleiter Jens Braner auf die
Bedeutung der Neugier als Grundlage für die Bildung ein.
Neugier als Motor, der uns antreibt, die Welt zu verstehen. Sie ist
der Mut, Fragen zu stellen, auch wenn die Antworten nicht sofort
bereitstehen. Und gerade in einer Zeit, in der sich unsere Welt
schneller verändert als je zuvor, ist diese Neugier wichtiger denn
je. In einer Epoche, in der digitale Technologien unseren Alltag
prägen. Künstliche Intelligenz, Automatisierung, digitale
Kommunikation – all das verändert nicht nur unsere Arbeitswelt,
sondern auch die Art, wie wir lernen, denken und miteinander
umgehen. Doch eines bleibt unverändert:
Technologie kann Neugier unterstützen, aber sie kann sie nicht
ersetzen. Die Aussichten für die Abiturientinnen und Abiturienten
sah er in diesem Zusammenhang positiv, da sie zu einer
Generation gehörten, die gelernt habe, flexibel zu denken,
digitale Technologien zu nutzen und sich in einer Welt
zurechtzufinden, die sich ständig neu erfindet. Sie haben erlebt,
wie wichtig es ist, Informationen kritisch zu prüfen, Positionen zu
hinterfragen und Verantwortung zu übernehmen. Seine Worte
verbanden, entsprechend des Abi-Mottos „Abirol – ein bittersüßer
Abgang“ Rückblick und Ausblick – mit einem klaren Appell, mutig
und selbstbewusst in die Zukunft zu gehen.
Grußworte kamen auch von der Elternschaft und der Stadt
Sinzig. Herr Markus Tölle als Schulelternsprecher richtete seinen
Dank an Lehrkräfte und Schulleitung und würdigte die
Entwicklung der Abiturientinnen aus Sicht der Familien. Er sprach
von Stolz, aber auch von der Verantwortung, die nun vor den
jungen Erwachsenen liege. Er nutzte sein Grußwort auch zur
Würdigung von Frau Bernadette Ockenfels, die nicht nur als
Mutter einer stolzen Abiturientin die Schule verlässt, sondern als
Mitglied des Schulelternbeirates und der Elterninitiative
„Gemeinsam Schule Gestalten“ (GSG) mehr als ein Jahrzehnt
wertvolle Arbeit für die Schulgemeinschaft geleistet hat. Unter
großem Beifall wurde ihr ein Blumenstrauß überreicht.
Herr Hans-Werner Adams als erster Beigeordneter der Stadt
Sinzig betonte die Bedeutung gut ausgebildeter junger Menschen
für die Region. Er ermutigte die Absolventinnen und Absolventen,
ihre Talente einzubringen – unabhängig davon, ob sie in der
Heimat bleiben oder neue Wege einschlagen. Besonders viel
Applaus erhielt die Schülerrede von Lena Oltersdorf
(Preisträgerin des Bildungsministeriums) und Jona de Heselle
(bestes Abitur mit 1,0 und Preisträger der Kreissparkasse Bad
Neuenahr-Ahrweiler). Mit einer Mischung aus Humor,
Selbstreflexion und Dankbarkeit blickten die beiden auf
gemeinsame Erlebnisse zurück. Sie erinnerten an Kursfahrten,
Prüfungsstress und unvergessliche Momente, ohne die
Herausforderungen der vergangenen Jahre auszuklammern.
Nach der feierlichen Übergabe der Fachpreise und der
Abiturzeugnisse klang der Abend bei einem Sektempfang mit
vielen Gesprächen und Fotos aus. Für die Abiturientia beginnt
nun ein neuer Lebensabschnitt – und die Entlassfeier machte
deutlich, wie gut sie darauf vorbereitet sind.