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Momo – ein zeitloses Stück über die Zeit 27. April 2026 Am 25. April 2026 feierte die Kleine Theater-AG des Rhein-  Gymnasiums Sinzig im eigenen Zirkuszelt, das seit der Ahrflut als alternative Spielstätte fungiert, eine rundum gelungene Premiere  von Michael Endes „Momo“. Dieser Abend markierte zugleich das  40-jährige Bestehen der Theater-AG – ein stolzes Jubiläum, das  die Aufführung zu einem echten Meilenstein machte. Vor  ausverkauftem Haus präsentierte das Ensemble eine  Inszenierung, die eindrucksvoll unterstrich, warum Michael Endes  Werk heute aktueller denn je ist. Das Stück lehrt uns, dass Zeit nicht bloß eine Ressource ist, die  man sparen kann, sondern unsere kostbarste Lebensgrundlage:  „Denn Zeit ist Leben, und das Leben wohnt im Herzen.“ Diese  tiefgründige Botschaft vermittelte das junge Ensemble mit einer  Authentizität, die das Publikum berührte. Im Mittelpunkt stand  Leni Hölzer als Momo, die die Titelrolle mit bemerkenswerter  Natürlichkeit, frei und unbeschwert, auf die Bühne brachte und  dem Publikum die Weisheit ihres Charakters spürbar machte.  Unterstützt wurde sie von einem hervorragend harmonierenden  Ensemble: Elena Sobczak als Meister Hora und Rike Handrack,  die als Kassiopeia mit wunderbarer schildkrötenhafter  Langsamkeit und einer charmanten Vorliebe fürs Frühstücken  glänzte. Den Grauen Herren – Nils Wilhein, Elias Wegen, Sanna  Rettenmaier und Ari Thoms – gelang es, die bedrohliche Kälte  derer darzustellen, die den Menschen ihre Zeit stehlen wollen,  und setzten damit einen starken Kontrapunkt zur Lebensfreude  von Momo und den anderen Kindern (Ronja Siegel, Sarina  Mistry, Ines Lüke, Jenna Hück, Emilia Tafaj), die überzeugend  den Verlust der Zeit beklagten. Auch das weitere Ensemble trug  mit großem Einsatz und souveräner schauspielerischer Leistung  zu dieser dichten Erzählung bei.   Hinter den Kulissen sorgte ein engagiertes Team für den  perfekten Rahmen. Unter der Produktionsleitung von Marc  Steuer und der Leitung des Bühnenbaus durch Anna Rehkopf  und Jan van den Boom liefen alle Fäden zusammen. Die Regie –  Joelle Daoud, Jona de Hesselle, Jule Janßen, Paula Klapperich  und Sofie Richter – hat die Erfahrung aus vielen Jahren AG-  Mitwirkung in die Waagschale geworfen und ein lebendiges  sowie zeitloses Stück überzeugend präsentiert. Wer die Premiere  verpasst hat, darf sich freuen: Aufgrund der großen Resonanz  wird es eine Zusatzvorstellung am 14. Mai geben. Karten sind  erhältlich im Spielwarengeschäft Sauer in Sinzig sowie online auf  www.kleine-theater-ag.de. 
April 2026