musste auch schon mal ein Lateinbuch herhalten ). Es gibt sicherlich verschiedene Möglichkeiten der
Vorgehensweise und es wurden bewusst unterschiedliche Herangehensweisen offengelassen, um
einen persönlichen, kreativen Zugang zu ermöglichen. So zeigt sich auch ein breites Spektrum der
entstandenen Buchobjekte.
Bei allem muss man bedenken, dass den Zehntklässlern wöchentlich nur vierzig Minuten zur
Verfügung standen. Nicht gerade motivierend und einige der Arbeiten waren nur durch großen
zusätzlichen Einsatz der SchülerInnen in ihren Freistunden umsetzbar.
Sarah Flintz fängt das Flair der Lagunenstadt Venedig ein. Inspiriert von den venezianischen Masken
schafft sie eine phantastische Zusammenstellung von Maske, Buch und Schrift.
Ganz anders dagegen Maike Naumiuk. Sie nimmt Goethes Faust wörtlich und kreiert eine
ausdrucksstarke Faust, die mit brachialer Gewalt das Buch im Buch druchbricht.
Laura Müllers Buchobjekt gehört mit in diese Kategorie. Sie schafft im wahrsten Sinne ein
Telefonbuch.
Nicht der Titel, sondern die inhaltliche Auseinandersetzung, schafft den Anreiz für Denise Schleichs
Arbeit über den Zustand unserer Welt.
- Umgestaltung ausgehend vom Titel oder Inhalt des Buches
- Reflexion über das Medium Buch
- Freie gestalterische Arbeit bei der mehr formal ästhetische Gesichtspunkte im Vordergrund stehen
Das sind nur einige der möglichen Vorgehensweisen im gestalterischen Prozess.
Ein Buch ist mehr als ein Buch!
Annette Schlüter-Wilmers, Kunstlehrerin