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Ein Arzt von „German Doctors“ besucht das Rhein-Gymnasium 12. Februar 2020 Am Montag, 3. Februar, empfingen die Schülerinnen und Schüler  der 9b den Arzt Johannes Decker von der Organisation „German  Doctors eV“, die ihren Sitz in Bonn hat. Sozialkundelehrerin  Meike Schötker hatte Decker eingeladen, um über die  Lebensumstände und Arbeitsbedingungen in Bangladesch zu  berichten, da die Neuntklässler im Unterricht zurzeit das Thema  „Ökonomie – Produktionsbedingungen von Textilien“ behandeln.  Johannes Decker war 25 Jahre Mitglied bei „Ärzte ohne  Grenzen“ und ist jetzt ehrenamtlich für „German Doctors“ tätig.  Er macht für diesen Verein Kurzzeiteinsätze von ca. 6 Wochen in  Ländern, in denen viele Menschen basismedizinische  Versorgung benötigen. Bereits vier Mal war der deutsche Arzt in  Bangladesch im Einsatz. Das südasiatische Land hat eine sehr hohe Bevölkerungsdichte. Es gibt 160 Millionen Einwohner und  dabei ist Bangladesch gerade halb so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Während des Monsuns  steht ca. ein Drittel der Landesfläche unter Wasser. Neben der Textilindustrie gibt es kaum  Industriezweige, deshalb ziehen Millionen Menschen auf der Suche nach Arbeit in die Hauptstadt Dhaka.  Dort bekommen aber nur ca. 20 Prozent der Suchenden einen Arbeitsplatz. Eine Folge sind die  ständigen wachsenden Slums. Der Durchschnittslohn der Bewohner beläuft sich auf umgerechnet ca. 30  bis 40 Euro. Bei einem Mietpreis in den Slums von ca. 20 Euro bleibt den Menschen kaum etwas zum  Leben. In Dhaka gibt es über 600.000 Rikscha-Fahrer, die zu den Ärmsten der Armen gehören. Und  obwohl die Lebensbedingungen der Menschen in Bangladesch stetig besser werden, ist die  Unterernährung der Kinder weiterhin ein großes Problem.  Die Schülerinnen und Schüler bekamen während des einstündigen Besuchs eine Präsentation mit 50  Fotos zu sehen, die das tägliche Leben in Bangladesch verdeutlichen. Und sie durften Johannes Decker  Fragen zu seinen Einsätzen stellen. Die Jugendlichen lobten, dass der Arzt auch Positives zu berichten  hatte, zum Beispiel dass er bei jedem seiner Besuche Fortschritte bezüglich der medizinischen  Versorgung feststellen konnte. 
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